Felicitas Ehlenbröker: Barrierefreiheit im öffentlichen Raum

Foto-Collage: rechts Frau mit langen schwarzen Haaren, im Hintergrund Kirchvorplatz mit Rathaus und katholischem Kirchturm Friesenheim

21 Jahre, Auszubildende, seit Geburt querschnittgelähmt.

Meine Intention

Mir liegt Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und im ÖPNV besonders am Herzen. Der Klimawandel wird meine Generation mit voller Wucht treffen, deshalb muss er verlangsamt werden.

Hobbies habe ich im Moment keine. Die Ausbildung kostet mich viel Zeit und Energie. Mitglied bin ich beim VdK. 

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Dr. Michael Walter: Ökologie heißt Freiheit

Dr. Michael Walter, verh. 4 Kinder, Physiker

Meine Intention

Die bisherige Arbeit im Gemeinderat während der letzten Legislaturperiode hat mir gezeigt wie viele kleine und größere Rädchen in einer Gemeinde bewegt werden müssen um die vielfältigen Aufgaben in der Kommune erfüllen zu können. Es ist unabdingbar die nötigen Entscheidungen im Licht der Ökologie, dem Grundsatz unserer grünen Liste, zu sehen und Entscheidungen in dieser Richtung zu unterstützen. Die Erhaltung unserer schönen Landschaft, der Natur und unserer Umwelt als Grundsatz dient dabei vor allem unserem eigenen Wohl.

Das Radfahren ist ein gutes Beispiel: Wie herrlich ist es mit diesem Wege zurückzulegen anstatt in einer stinkenden Blechkiste sitzen zu müssen!

Noch schöner wäre es natürlich, wenn Friesenheim Möglichkeiten für Fußgänger, den Radverkehr und den ÖPNV weiter ausbaut, wovon alle Bürger nur profitieren würden. Auch eine Gemeinde wie die unsere kann einiges bewegen, damit sie weiter so lebenswert bleibt. Wir haben keinen andere Wahl als eine zu 100% erneuerbare Zukunft aufzubauen und unseren teilweise selbstzerstörerischen Lebenswandel aufzugeben. Je früher wir damit beginnen, desto besser.

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Sieglinde Schreiner: Tief verwurzelt – weiter in eine gute Zukunft!

1960 in Niederschopfheim geboren. Meine Mutter stammt aus Oberschopfheim und mein Vater aus Niederschopfheim. Mein Mann und ich haben zwei tolle Kinder, 18 und 29 Jahre alt. Ich fühle mich mit unserer Region tief verwurzelt, da die Herkunftsfamilien meines Mannes und mir, seit sehr vielen Generationen hier leben.

Nach einigen Berufsjahren als medizinisch-kaufmännische Assistentin, war ich mit meinem Mann Wolfgang über 20 Jahre selbständig tätig. 1986 haben wir die „Weinstube Schreiner“ übernommen und zu einer Musik-Kneipe umgebaut, parallel dazu einen Lebensmittelgroßhandel gegründet und den familiären Kelterei-Betrieb weitergeführt.

Ökologische Lebensweise

Als junge Mutter fühlte ich mich verstärkt zu ökologischer Lebensweise hingezogen und habe aus dieser Überzeugung heraus einen Laden für umweltfreundliche Spiel- und Schreibwaren eröffnet. Doch in den 1990er Jahren war die Zeit dafür noch nicht reif. Aktuell arbeite ich im Biomarkt in Friesenheim, betreibe einen kleinen Büro-Schreibdienst und unsere Ferienwohnung.

Ich singe im katholischen Kirchenchor Friesenheim und bin für die Chor-Kasse verantwortlich. Auch tanze und lese ich sehr gerne, und ich liebe es, unsere Familiengeschichten zu erforschen und niederzuschreiben.

Meine Intention

Bei unseren Handlungen immer zu versuchen, so gut als möglich die daraus resultierenden Folgen zu bedenken, damit das, was sich daraus entwickeln könnte, in eine gute und gesunde Zukunft führt.

Elke Obenland: Grund und Boden lassen sich nicht vermehren!

Foto-Collage: Frau mit langen, braunen Haaren vor einem historischen Haus.

52 Jahre, Mediengestalterin und Imkerin.

2015 bin ich von Lahr nach Friesenheim gezogen. Schnell war ich begeistert davon was dieser Ort mit seinen Ortsteilen alles bietet.

Durch die Liebe zur Natur kam ich zu meinen landwirtschaftlichen Hobbies wie Hühnerhaltung, einem Acker den ich mit 2 Nachbarinnen bestelle und letzendlich zum Imkern. Die Nähe zu den Bienen hat meinen Blick für die empfindliche Symbiose von Natur und Umwelt geschärft.

Foto: natürliche Steilwand mit Löß, blühender Hecke und vielen Insekten-Wohn-Höhlen
Lößwand mit Öko-Insektenhotels, Foto: E. Obenland

Darum ist es dringend notwendig Wald und Grünflächen zu schützen. Feuchtwiesen, Streuobstwiesen, Hohlwege und Hecken müssen erhalten und wieder geschaffen werden. Ein schönes Beispiel für den Erhalt sind die Hohlwege. Bei einem Spaziergang zu den Weinbergen kann man an den Lösswänden beobachten wie gut besucht diese natürlichen Insektenhotels sind.

Eine intakte Natur vor der Haustür bedeutet Erholung, Wohn- und Lebensqualität.

Wir und die Gemeinde können viel für unsere direkte Umgebung tun. Die Begrünung vom neuen Ortskern wäre ein Anfang.

Meine Intention

Renaturierung ist teuer und oft nicht mehr möglich. Darum sollte bei allen Entscheidungen für die Gemeinde der Schutz der Umwelt berücksichtigt werden.


Stefan Pöhler: À propos Ortsteildenken…

Foto-Collage: Mann mit schwarz-gerandeter Brille in den schwarzen Haaren, im Hintergrund Dorf-Panorama
(c) Fotos & Bearbeitung: D. Kairies & O. Schuppler

Orgelbauer, verheiratet, 3 Kinder, geboren 1969, Oberweier

In Oberweier gehört man erst richtig dazu wenn man schon 237 Jahre hier lebt. Ich bin erst 20 Jahre hier und komme wahrscheinlich auch aus dem falschen Ortsteil. Aus Kempten im Allgäu.

Nein! Jetzt im Ernst: Als Bürger und aktiver Feuerwehrmann fühle ich mich in allen Ortsteilen Friesenheims sehr willkommen. Nicht nur wenn es brennt. Vielleicht gerade als ehemaliger Neubürger sehe ich die Schönheiten und charmanten Eigenheiten aller Ortsteile. Und Friesenheim ist überall schön und lebenswert! Als Allgäuer hat man da einen Blick dafür.

Aber gerade schöne, attraktive Regionen können sich rasch verändern. Dann, wenn ihr Wachstum die natürlichen Ressourcen Boden Landschaft und Wasser außer Acht lässt. Ein gedeihliches Miteinander mit Pflanzen und Arten sind da für mich auch Ausdruck für ein solidarisches Lebensgefühl in einer Dorfgemeinschaft.

Ein sicheres Lebensgefühl auch für Schwächere ist eine nicht selbstverständliche Ressource. Auch unsere freiheitliche demokratische Grundordnung und eine aktive Auseinandersetzung mit unserer geschichtlichen Vergangenheit sprudeln nicht von selbst aus unversieglichen Quellen, wir müssen sie pflegen und daraus schöpfen.

Unsere Gemeinde

Die Gemeinderäte der GLU haben diese Verantwortung meiner Meinung nach in der Vergangenheit wahrgenommen.

Ob die „Großgemeinde“ EU am 26. Mai mit mehr Nationalismus und Populismus etwas mehr in „Ortsteile“ zerfällt…..?

Gestalten wir am 26. unsere Gemeinde als Teil einer wunderbaren Region Europas!

Als Orgelbauer weiß ich. Im Friesenheimer Gemeinderat schöpfen alle gemeinsam die Luft aus dem Auftrag der Bürger. Und nicht immer kann dabei die GLU auf ihren 4 Tasten ein Solo spielen. Aber schon manches Thema der GLU- Gemeinderäte hat sich nach Jahren nach vorne gespielt. Dann wird Musik draus. Mit Ihrer Stimme!

Meine Intention

Der Friesenheimer Gemeinderat wird in den nächsten fünf Jahren auch Entscheidungen treffen, die die heute sechzehnjährigen Erstwähler später zu schultern haben. In seiner Zusammensetzung finden aber wirklich junge Menschen noch zu wenig Beachtung. Ich achte die langjährige Erfahrung aller Gemeinderäte. Man muss sie sich redlich erwerben. Ich werde aktiv aber nur für den Zeitraum der nächsten fünf Jahre für die GLU kandidieren und daran mitarbeiten, dass sich das Gremium mit mehr jungen Frauen und Männern verändert.

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Simone Buttenmüller: Einzigartigkeit bewahren.

Foto-Collage: Frau mit kurzen, braunen Haaren, Im Hintergrund 2geschossiges älteres Haus mit großer Treppe und Eingang in Keller
(c) Fotos & Bearbeitung: D. Kairies & O. Schuppler

Ich bin 55 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder.

Seit 29 Jahren arbeite ich beim Landratsamt in verschiedenen Bereichen. Aktuell in der Psychologischen Beratungsstelle mit seelisch behinderten Kindern und Jugendlichen.

Im Förderverein der Oberweierer Heimatgeschichten bin ich Vorständin. Desweiteren bin ich Mitglied in der Frauengemeinschaft und im Sportverein (Volleyball).

Ich liebe meinen Garten und die Arbeit darin. Wandern und Klassische Musik sind weitere Dinge, die ich sehr liebe.

Meine Intention

Ich möchte mich für die Erhaltung des Dorfes mit seinen Bewohnern, dem Dialekt und seiner natürlichen Einzigartigkeit unter ökologischen Gesichtspunkten einsetzen.

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