Glyphosat

Foto-Collage: Mann mit kurzem, dunklem Haar links, im Hintergrund Historisches Rathaus Friesenheim
(c) Fotos & Bearbeitung: D. Kairies & O. Schuppler

von Rainer Erb

Im Jahr 2018 beschloss die Gemeinde Friesenheim das umstrittene Herbizid Glyphosat weiterhin zu verwenden. Ein Antrag der GLU auf Glyphosat zu verzichten wurde im Gemeinderat „abgeschmettert“.

Wie auch von Vertretern der Landwirtschaft schon oft vorgetragen, lag das Hauptargument in höheren Personalkosten. Es müsse zusätzlich jemand eingestellt werden. Hingegen haben zahlreiche Gemeinden, auch im Ortenaukreis, beschlossen, dieses Teufelszeug nicht mehr zu verwenden.

Auch wenn die Chemieindustrie immer wieder mit Gegenstudien kontert, ist doch sehr klar, welch fatale Folgen für Mensch und Natur der Einsatz dieses hochtoxischen Mittels hat. Es verursacht Krebs. Es zerstört das Bodenleben. Wasserlebewesen und Amphibien gehen zu Grunde. Das „Wegspritzen“ der „Unkräuter“ zwischen Reben, unter Obstbäumen, am Ackerrand ist maßgeblich mitverantwortlich für das Bienen-, Insekten- und Vogelsterben, da man ihnen die Existenzgrundlage nimmt.

Die Gemeinde Friesenheim ist ihrer Verantwortung gegenüber Mensch und Natur nicht gerecht geworden. Dem schlechten Vorbild folgend werden weiterhin zahlreiche Bürger Roundup zur Unkrautbekämpfung einsetzen. Übrigens ist es ohnehin überall dort verboten, wo es in die Kanalisation geraten kann. Also alle Flächen, die über Abläufe an die Kanalisation angeschlossen sind: Gehwege, Straßen, Hofeinfahrten etc.

Wann hört dieser Wahnsinn auf?

Siehe auch: „Glyphosat – Das umstrittendste Pflanzengift der Welt“, 14.05.2018 Planet Wissen ∙ SWR Fernsehen

„Glyphosat“ weiterlesen

Dietmar Kairies: Ortschaftsverfassung abschaffen!

Foto-Collage: Mann mit Hut vor Dorf-Panorama
(c) Fotos & Bearbeitung: D. Kairies & O. Schuppler

Am 01.09.1951 wurde ich in Friesenheim geboren. Nach der achtjährigen Volksschule besuchte ich das Wirtschaftsgymnasium in Offenburg und machte dort mein Abitur.

In Freiburg und Tübingen studierte ich Germanistik und Politische Wissenschaften. Das Referendariat absolvierte ich an den Gymnasien in Pfullingen und Reutlingen. Danach habe ich über dreißig Jahre lang an den Gewerblichen Schulen Lahr die allgemeinbildenden Fächer unterrichtet.

1977 habe ich Magdalena Erb geheiratet, wir haben zwei Kinder. Ich bin Mitglied in einem Dutzend Friesenheimer Vereine.

Kurz nach unserer Rückkehr in die alte Heimat war ich Gründungsmitglied der Grünen Liste Umweltschutz (GLU) und gehöre nun schon seit 35 Jahren dem Gemeinderat Friesenheims an.

Eine junge Waldohreule

Meine Hobbies sind Radfahren, Reisen und Fotografieren, was sich oft wunderbar miteinander verbinden lässt.

Eine Libelle gerade der Larve entschlüpft

Meine Intention

Mein Spezialgebiet sind die Finanzen. Ich setzte mich in der Vergangenheit mit meinen Fraktionskolleg(inn)en immer für die Konsolidierung des Kernhaushaltes ein. Wir haben nicht nur die Verantwortung, für die künftigen Generationen zu sprechen, sondern entsprechend zu handeln, d.h. mit den knappen finanziellen Mitteln verantwortungsvoll umzugehen und den Kernhaushalt zu entschulden.

Foto: Star auf einem Granitblock sitzen
Ein Star im wahrsten Sinn des Wortes

Abschaffung der Ortschaftsverfassung?

Ein besonderes Anliegen war mir in der auslaufenden Legislaturperiode das Thema Ortschaftsrat Friesenheim bzw. die Abschaffung der Ortschaftsverfassung. Die Eingliederungsverträge in Zusammenhang mit der Gebietsreform Anfang der 70er Jahre werden in der nächsten Amtsperiode ein halbes Jahrhundert alt. Wäre es da nicht an der Zeit, die Ortschaftsverfassung aufzuheben?

Das hieße, dass die Ortschaftsräte in den vier Ortsteilen, Heiligenzell, Oberweier, Oberschopfheim und Schuttern, aufgelöst würden. Das muss nicht bedeuten, dass es dort keine Ansprechpartner mehr seitens der Verwaltung für Bürgerinnen und Bürger dieser Ortsteile gibt. Dafür bräuchte man aber nicht mehr in allen vier Ortsteilen ein eigenes Rathaus.

Wenn sich die Gemeinderäte aus den Ortsteilen wieder für den Fortbestand der Ortschaftsverfassung aussprechen sollten, wie sie es 2016 schon einmal getan haben, dann müssen sie auch dem Kernort einen eigenen Ortschaftsrat zugestehen. Nur so kann eine Gleichheit hergestellt werden, denn die Friesenheimer Gemeinderäte haben nicht immer die gleichen Rechte wie die in den Ortsteilen.

Rotkehlchen

Beispiel: Kommunaler Kindergarten

Als jüngstes Beispiel kann man das Thema Standort für einen kommunalen Kindergarten anführen. Diesen forderte die GLU übrigens schon vor 30 Jahren. Der Gesamtgemeinderat hat sich am 25. März 2019 mit knapper Mehrheit dafür entschieden, dass der kommunale Kindergarten im Hauptgebäude des ehemaligen Klosters Heiligenzell eingerichtet werden soll.

Danach reklamierte der Ortsvorsteher Heiligenzells zurecht, dass der Ortschaftsrat Heiligenzells dazu keine Stellung beziehen konnte. In wichtigen Angelegenheiten ist laut Eingliederungsvertrag der Ortschaftsrat zu hören, was in Friesenheim selbst nicht möglich wäre, da es (bisher) keinen Ortschaftsrat gibt. Das stellt für mich eine klare Benachteiligung dar.

Gewinner des Klimawandels – Bienenfresser in Friesenheim
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Agnes Müller: Viele kleine Dinge verändern die Welt!

Foto-Collage: Frau mit langen, grauen Haaren, im Hintergrund offene Waldhütte
(c) Fotos & Bearbeitung: D. Kairies & O. Schuppler

Bürokauffrau, verheiratet, Mutter und Oma.

Ich mache als „Frau Müller“ mit Gitarre und Gesang Musik-Kabarett, leite in Gengenbach den „Singkreis“ und habe mit anderen fröhlichen Frauen die letzten zwei Mal je einen Programmpunkt bei der Oberweierer Frauenfasend gestaltet.

Meine Intention

Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern. Darum setze ich mich in Friesenheim für ein faires Miteinander, Umwelt- und Klimaschutz ein.

Unser Wahlprogramm

Zur kommenden Wahl am 26. Mai 2019 kandidieren 22 Bürgerinnen und Bürger auf der Liste der GLU für den nächsten Gemeinderat. Auch in den kommenden 5 Jahren wollen wir die Gemeinde zu einer ökologisch nachhaltigen, vielleicht sogar klimaneutralen Gemeinde weiterentwickeln. Unsere Forderungen haben wir in unserem aktuellen Wahlprogramm zusammengefasst und online gestellt.

Gib uns am 26. Mai deine 22 Stimmen

Am 26. Mai GLU wählen!

Jochen Walter: „Glokal denkeln“

Foto-Collage: Mann mit Brille und hoher Stirn vor kleinen Kirche im Grünen

Ich bin geboren in Lahr, aufgewachsen auf dem Rhein und in Ottenheim und wohne seit 2015 in Oberschopfheim. Das Verfahrens- & Umwelttechnik-Studium an der FH Offenburg habe ich 1996 mit Diplom abgeschlossen. Ich war langjähriges Vorstandsmitglied des Tus Ottenheim und aktiv bei der BUND-Ortsgruppe Schwanau und beim DRK Meißenheim-Schwanau. Ich bin geschieden und habe einen 14jährigen „Teilzeit“-Sohn.

Beruflich ging es querbeet als Abfallmanager, Existenzgründungs- Fördermittelberater, Einrichter Bildverarbeitender Systeme, Umweltbeauftragter und Sicherheitsfachkraft in einem Automobilzulieferbetrieb und zuletzt Eine Welt-Promotor beim Weltladen Regentropfen Offenburg e.V.. Ab Mai 2019 beginnne ich meine Ausbildung zur Aufsichtsperson bei der BG Verkehr.

Meine Engagements

Privat treibt mich seit den 2000ern die globale Gerechtigkeit um. So kam ich zu meinen vielfältigen Engagements bei attac, dem Weltladen Regentropfen Offenburg e.V. (bis 2018 Bildungsreferent), dem Kommunales Kino Offenburg e.V. (bis 2018 Vorstand), der Bürgerinitiative Umweltschutz Offenburg e.V., sowie SoLaVie e.V. (Mitgründer, im Vorstand).

2015-2017 war ich aktiv in der Projektgruppe Oberschopfheim des Netzwerk Solidarität.

Alle bisherigen Engagements waren bei Vereinen, aber dennoch sehr politisch. Letztes Jahr habe ich mich entschlossen auch in der politischen Ebene aktiv zu werden und bin Demokratie in Bewegung – DiB beigetreten.

Meine Intention

Mein Schwerpunkt für die kommunale Politik wird Energie, Verkehr und Soziales sein. Ich setze mich für Transparenz und Beteiligung ein. Ich möchte helfen, Friesenheim ökologischer zu gestalten.

Für mich ist wichtig, dass Entscheidungen immer so getroffen werden, dass es den Schwächsten und Ärmsten nicht schlechter gehen darf. Eher müssen die Starken und Reichen Abstriche machen.

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Anne-Kathrin Pevec: Schulen und Kindergärten sind wichtig!

Foto-Collage: Frau mit Brille und zusammengebundenen, braunen Haaren vor Sternenberghalle

Ich bin geboren in Sindelfingen und lebe nun schon seit 2011 in Friesenheim. Momentan steht meine Familie an erster Stelle. Ich engagiere mich im Elternbeirat in der Grundschule und auch im Kindergarten helfe ich gerne. Nebenbei arbeite ich noch in Teilzeit als Krankenschwester im Ortenau Klinikum in Offenburg. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich gerne in unserem Garten oder aktiv in der Natur unterwegs.

Meine Intention

Ich wohne seit 8 Jahren mit meiner Familie in Oberweier. Ich habe einen 7jährigen Sohn und eine 3jährige Tochter. Besonders liegen mir daher unsere Kindergärten und Grundschulen am Herzen, für die ich mich gerne aktiv einsetze.

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Rainer Erb: Ich fordere eine klimaneutrale Gemeinde

Foto-Collage: Mann mit kurzem, dunklem Haar links, im Hintergrund Historisches Rathaus Friesenheim

52 Jahre, Physiotherapeut und Imker

Meine Familie und ich wohnen im Ortskern von Friesenheim in einem Holz-/Lehmhaus, das wir unter ökologischen Gesichtspunkten errichtet haben.

Auf unserem Freizeitgelände unterhalten wir einen biologischen Gemüse- und Obstgarten. Dort haben wir auch Bienenvölker stehen.

Eine weitere Leidenschaft ist mein Beruf – die Physiotherapie.

Bei meiner Arbeit im Verein „Leben mit Behinderung Ortenau“ bin ich im Betriebsrat engagiert. Hier kann ich Erkenntnisse aus meinem ersten beruflichen Werdegang als Diplom-Betriebswirt VWA einbringen.

Ich liebe es, mich an der frischen Luft, in der Natur zu bewegen: Im Garten, beim Holzmachen im Wald, auf dem Fahrrad beim Pendeln zwischen den Arbeitsstätten.

Meine Intention

„Fridays for future“ geht uns alle an. Ich fordere eine klimaneutrale Gemeinde Friesenheim. Außerdem müssen Umweltgifte wie Glyphosat und Neonicotinoide vollständig verboten werden.

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Frauke Bandel – Ein Leben für Jugend und Solidarität

Foto-Collage, rechts Frau mit Brille und kurzen, silbernen Haaren, im Hintergrund Dorf-Panorama

Bis zur meiner Rente war ich in einem Jugendreferat der Diözese Rottenburg-Stuttgart als Verwaltungsangestellte tätig. Schwerpunkt Jugendleiterschulungen, Kinderfreizeiten und die ganze Verwaltung.

Seit 2011 wohnen wir in Friesenheim. Hier bin ich Mitglied im Netzwerk Solidarität und kümmere mich um geflüchteten Menschen. Zur Zeit betreue ich eine Familie aus Afghanistan.

Des Weiteren bin ich seit über 30 Jahren Mitglied bei der KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) und im TV Friesenheim.

Meine Intention

In den 7 Jahren, in denen ich hier wohne, hat der Verkehr erheblich zugenommen. Ich möchte mich für eine bessere Verkehrsinfrastruktur einsetzen, z. B. sichere Fahrradwege, Carsharing-Angebote, Bürgerbus usw.

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Öfters mal RADELN oder WANDERN, das macht Spaß…

von Sieglinde Schreiner

und ist zudem noch sehr gesund! Nicht nur für unseren Körper, nein, auch für unseren Geist.

Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen, dass Radfahren und alle anderen Formen von Ausdauerbewegung (kein Hochleistungssport) uns körperlich und geistig fit halten. Selbst wenn wir erst in höherem Alter mit Ausdauersport beginnen sinkt das Demenzrisiko deutlich. Diese und weitere Erkenntnisse kannst Du in dem Buch „Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke“ von Dr. Manuela Macedonia nachlesen.

Wenn wir dies verinnerlichen und dann auch noch die Vorteile für Wohn- und Lebensqualität sowie den Klimaschutz hinzunehmen, dann sollte es doch für uns alle ein erstrebenswertes Ziel sein, Friesenheim zu einer RAD-GEMEINDE zu machen.

„Wo das Auto nur noch Gast ist“

Oohjee, die Wahnvorstellung für viele Autofahrer*innen. Nein, liebe Friesenheimer. In einer Stadt oder einer Gemeinde zu leben, in der wir kein Auto benötigen sondern fast alle Wege mit dem Fahrrad und den Rest zu Fuß, mit dem Bus oder einem Lastenrad mit E-Antrieb machen können, ist keine Wahnvorstellung. In den Niederlanden gibt es eine 50.000 Einwohner zählende Stadt namens Houten, die genau das macht. Und die Stadt wurde so groß, weil sie dieses Konzept der radfreundlichen Stadt bereits seit den 1970er Jahren verfolgt und konsequent umsetzt.

Wer mehr darüber lesen möchte, dem empfehle ich den Artikel auf zdf.de.

Wenn wir uns hierbei noch vorstellen, wie ruhig und sicher es vor unserer Haustür, vor dem Laden und auf dem Weg zur Arbeit wird, wenn Autos nur noch selten zu sehen, hören und riechen sind, dann ist das eher eine schöne Vorstellung. Und dank Pedelecs ist Radfahren heutzutage für fast jeden Menschen machbar.

Unsere Forderungen

Wir fordern ein schlüssiges Verkehrskonzept incl. eines Radwegekonzeptes. Dies sollte unter anderem einen durchgängigen Radweg in Ost-West-Richtung beinhalten. Hierbei geht es uns um eine befahrbare Unterführung des Bahnhofs sowie einen Radweg von Schuttern ins Ried.

Wir fordern auch eine bessere Beschilderung für ortsfremde Radfahrer*innen. Jeder Gast sollte sich auf dem Rad genauso gut und einfach in unserer Gemeinde zurecht finden wie mit dem Auto.

Quelle: merkur.de – Bild: © Stefan Schuhbauer-von Jena

Wir fordern auf der B3 innerorts Radfahrschutzstreifen sowie Standspuren und Haltezonen für Radfahrer an den Ampeln. Damit können Radfahrer ungefährdet und vorrangig Ampelkreuzungen queren.

Warum diese Haltezonen sinnvoll sind, wird in diesem zeit.de-Artikel sehr gut erläutert.

Zur Steigerung der Lebensqualtität entlang der Straßen sowie zur Erhöhung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer fordern wir die generelle Einführung von Tempo 30 innerorts.

Weitere Hilfestellung für die Umgestaltung von Ortsdurchfahrten gibt es in der Broschüre des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg.

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Wann werden wir aktiv?

Foto-Collage: Mann mit Brille und hoher Stirn vor kleinen Kirche im Grünen

von Jochen Walter, Oberschopfheim

Die Kinder sind keine Erwachsenen und dürfen entsprechend unserer Gesetze in Deutschland nichts entscheiden. Darum regen sich manche undemokratischen Akteure in Politik und Wirtschaft auf. Sie wollen, dass sich Kinder wie Kinder verhalten: sie sollen ruhig sein, unpolitisch bleiben und brav zur Schule gehen. Sie sollen für ihre Zukunft lernen gehen.

Für welche Zukunft denn? Diese Zukunft, die wir durch unser Handeln nachhaltig zerstören? Dies ist leider immer noch die einzige Form der Nachhaltigkeit, die wir, v.a. Wirtschaft und Politik, bereit sind umzusetzen. Aber auch wir Bürgerinnen und Bürger, da wir den Entscheidern Glauben schenken, dass es ohne den Schutz von Wirtschaftsinteressen den sprichtwörtlichen „Bach hinuntergeht“.

Fernsehen macht intelligent

… zumindest, wenn mensch die richtigen Sendungen schaut.

Wer von meiner Generation kennt das nicht? Ich bin 50 Jahre alt und durfte mir als Kind ab und zu vorhalten lassen, dass zuviel Fernsehen dumm macht. Dem kann ich rückblickend durchaus zustimmen.

Wenn ich damals Sendungen wie Die Anstalt vom ZDF hätte ansehen können (müssen), dann hätte ich entgegen halten können: Nicht fernsehen macht dumm!

Wenn solche Sendungen oder auch Dokus und Reportagen aufbereitet im Unterricht betrachtet würden, dann könnte daraus etwas wirklich sinnvolles entstehen.

Die Macher von „Die Anstalt“ belegen ihre bissigen Sketche mit einer riesigen Latte an Fakten und Quellen, die einem das Lachen im Halse stecken lässt. So auch bei der Sendung vom 9. April 2019 – zu sehen in der Mediathek.

Wir können nun weiterhin den Kopf in den Sand stecken und ohnmächtig jammern „die tun doch eh was sie wollen“. Oder wir fordern die Politiker*innen auf allen Ebenen endlich zum Handeln auf. Genauso wie wir uns selbst immer wieder zum Handeln zwingen sollten.

Nicht Handeln ist „kriminell“

Wer nichts unternimmt, weder in seinem eigenen Leben noch in Form von Forderungen an die Entscheider auf verschiedensten Ebenen, handelt in meinen Augen kriminell – auch wenn dies derzeit noch keinem Straftatbestand entspricht. Wer davon weiß, wohin wir „steuern“ und trotzdem nichts unternimmt, ist nicht einfach Mitläufer. Er oder sie ist Mittäter*in (egal ob mit oder ohne Gender-Sternchen). Wir machen uns an allem mitschuldig. Vor allem im moralischen Sinn. Unsere Kinder und Enkel müssen dies ausbaden, ob sie wollen oder nicht.

Stellen wir uns doch mal vor, was wäre, wenn wir alle mehr Radfahren, wenig bis kein Auto fahren, wenig bis kein Fisch, Fleisch und Wurst essen, keine Flugreisen unternehmen. Stellen wir uns mal vor, wie es wäre, wenn wir uns saisonal, regional und fair versorgen. Was wäre so schlimm daran, wenn wir dadurch unseren Kindern eine Welt erhalten könnten, die wenigstens noch so ist, wie sie heute ist?

Jochen Walter, Mitglied bei DiB, Oberschopfheimer GLU-Kandidat

Die GLU fordert seit 35 Jahren ein Umdenken

„Wann werden wir aktiv?“ weiterlesen

Unser Programm steht!

So, geschafft. Aus den Ideen der GLU-Gemeinderäte und der Kandidat*innen haben wir ein Programm gezimmert. Wir haben die Prämisse „Global denken, lokal handeln“ fortgeführt. Wir haben die aktuellen Erkenntnisse zum Klimawandel betrachtet und daraus unsere Forderungen entwickelt oder angepasst.

Unser Wahlprogramm wurde am 29. April um 20 Uhr in gedruckter Form im Nebenzimmer des Gasthaus Krone in Friesenheim vorgestellt. Die Presse wird darüber berichten.

Du kannst unser Programm auch jetzt schon online lesen:

Wahlprogramm 2019 der GLU – bitte klicken!

Wir werden uns anstrengen, die Forderungen im Gemeinderat durchzubringen. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, reichen dafür 4 Sitze nicht unbedingt aus. Daher: unterstütze unsere Arbeit am 26. Mai 2019 mit deinen 22 Stimmen.

Wähle ökologisch nachhaltig für Friesenheim. Wähle GLU!