Sieglinde Schreiner: Tief verwurzelt – weiter in eine gute Zukunft!

1960 in Niederschopfheim geboren. Meine Mutter stammt aus Oberschopfheim und mein Vater aus Niederschopfheim. Mein Mann und ich haben zwei tolle Kinder, 18 und 29 Jahre alt. Ich fühle mich mit unserer Region tief verwurzelt, da die Herkunftsfamilien meines Mannes und mir, seit sehr vielen Generationen hier leben.

Nach einigen Berufsjahren als medizinisch-kaufmännische Assistentin, war ich mit meinem Mann Wolfgang über 20 Jahre selbständig tätig. 1986 haben wir die „Weinstube Schreiner“ übernommen und zu einer Musik-Kneipe umgebaut, parallel dazu einen Lebensmittelgroßhandel gegründet und den familiären Kelterei-Betrieb weitergeführt.

Ökologische Lebensweise

Als junge Mutter fühlte ich mich verstärkt zu ökologischer Lebensweise hingezogen und habe aus dieser Überzeugung heraus einen Laden für umweltfreundliche Spiel- und Schreibwaren eröffnet. Doch in den 1990er Jahren war die Zeit dafür noch nicht reif. Aktuell arbeite ich im Biomarkt in Friesenheim, betreibe einen kleinen Büro-Schreibdienst und unsere Ferienwohnung.

Ich singe im katholischen Kirchenchor Friesenheim und bin für die Chor-Kasse verantwortlich. Auch tanze und lese ich sehr gerne, und ich liebe es, unsere Familiengeschichten zu erforschen und niederzuschreiben.

Meine Intention

Bei unseren Handlungen immer zu versuchen, so gut als möglich die daraus resultierenden Folgen zu bedenken, damit das, was sich daraus entwickeln könnte, in eine gute und gesunde Zukunft führt.

Öfters mal RADELN oder WANDERN, das macht Spaß…

von Sieglinde Schreiner

und ist zudem noch sehr gesund! Nicht nur für unseren Körper, nein, auch für unseren Geist.

Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen, dass Radfahren und alle anderen Formen von Ausdauerbewegung (kein Hochleistungssport) uns körperlich und geistig fit halten. Selbst wenn wir erst in höherem Alter mit Ausdauersport beginnen sinkt das Demenzrisiko deutlich. Diese und weitere Erkenntnisse kannst Du in dem Buch „Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke“ von Dr. Manuela Macedonia nachlesen.

Wenn wir dies verinnerlichen und dann auch noch die Vorteile für Wohn- und Lebensqualität sowie den Klimaschutz hinzunehmen, dann sollte es doch für uns alle ein erstrebenswertes Ziel sein, Friesenheim zu einer RAD-GEMEINDE zu machen.

„Wo das Auto nur noch Gast ist“

Oohjee, die Wahnvorstellung für viele Autofahrer*innen. Nein, liebe Friesenheimer. In einer Stadt oder einer Gemeinde zu leben, in der wir kein Auto benötigen sondern fast alle Wege mit dem Fahrrad und den Rest zu Fuß, mit dem Bus oder einem Lastenrad mit E-Antrieb machen können, ist keine Wahnvorstellung. In den Niederlanden gibt es eine 50.000 Einwohner zählende Stadt namens Houten, die genau das macht. Und die Stadt wurde so groß, weil sie dieses Konzept der radfreundlichen Stadt bereits seit den 1970er Jahren verfolgt und konsequent umsetzt.

Wer mehr darüber lesen möchte, dem empfehle ich den Artikel auf zdf.de.

Wenn wir uns hierbei noch vorstellen, wie ruhig und sicher es vor unserer Haustür, vor dem Laden und auf dem Weg zur Arbeit wird, wenn Autos nur noch selten zu sehen, hören und riechen sind, dann ist das eher eine schöne Vorstellung. Und dank Pedelecs ist Radfahren heutzutage für fast jeden Menschen machbar.

Unsere Forderungen

Wir fordern ein schlüssiges Verkehrskonzept incl. eines Radwegekonzeptes. Dies sollte unter anderem einen durchgängigen Radweg in Ost-West-Richtung beinhalten. Hierbei geht es uns um eine befahrbare Unterführung des Bahnhofs sowie einen Radweg von Schuttern ins Ried.

Wir fordern auch eine bessere Beschilderung für ortsfremde Radfahrer*innen. Jeder Gast sollte sich auf dem Rad genauso gut und einfach in unserer Gemeinde zurecht finden wie mit dem Auto.

Quelle: merkur.de – Bild: © Stefan Schuhbauer-von Jena

Wir fordern auf der B3 innerorts Radfahrschutzstreifen sowie Standspuren und Haltezonen für Radfahrer an den Ampeln. Damit können Radfahrer ungefährdet und vorrangig Ampelkreuzungen queren.

Warum diese Haltezonen sinnvoll sind, wird in diesem zeit.de-Artikel sehr gut erläutert.

Zur Steigerung der Lebensqualtität entlang der Straßen sowie zur Erhöhung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer fordern wir die generelle Einführung von Tempo 30 innerorts.

Weitere Hilfestellung für die Umgestaltung von Ortsdurchfahrten gibt es in der Broschüre des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg.

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