GLU-Anträge vom 8.5.2019

Die GLU-Fraktion stellte am 08.05.2019 einen Antrag an die Gemeindeverwaltung zur Straße „Am Dorfgraben“ in Friesenheim.

„Im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Schulhofes der Grundschule Friesenheim stellt die GLU-Fraktion den Antrag, die Straße „Am Dorfgraben“ zur verkehrsberuhigten Zone auszuweisen. Dies dient zur größeren Sicherheit der Schüler und auch der behinderten Menschen, die den geplanten behindertengerechten Zugang auf der Südseite des Schulhofes benutzen wollen und dabei diese Zufahrtsstraße zum kath. Kindergarten und zum Georg-Schreiber-Haus überqueren müssen.“

Antrag der GLU vom 8.5.19

Die GLU-Fraktion richtete zudem eine Anfrage an die Gemeindeverwaltung zum Thema Nitratbelastung.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium plant auf Drängen der EU-Kommission eine neue, strengere Düngeverordnung, weil ein Drittel der Grundwassermessstellen im Bundesgebiet einen zu hohen Nitratwert aufweist.

Antrag der GLU vom 8.5.19

Die Fraktion der GLU wünscht aus diesem Grund Auskunft darüber, wie hoch die Belastung des Grundwassers an den einzelnen Messstellen auf der Gemarkung Friesenheims  ist.



Felicitas Ehlenbröker: Barrierefreiheit im öffentlichen Raum

Foto-Collage: rechts Frau mit langen schwarzen Haaren, im Hintergrund Kirchvorplatz mit Rathaus und katholischem Kirchturm Friesenheim

21 Jahre, Auszubildende, seit Geburt querschnittgelähmt.

Meine Intention

Mir liegt Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und im ÖPNV besonders am Herzen. Der Klimawandel wird meine Generation mit voller Wucht treffen, deshalb muss er verlangsamt werden.

Hobbies habe ich im Moment keine. Die Ausbildung kostet mich viel Zeit und Energie. Mitglied bin ich beim VdK. 

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Sieglinde Schreiner: Tief verwurzelt – weiter in eine gute Zukunft!

1960 in Niederschopfheim geboren. Meine Mutter stammt aus Oberschopfheim und mein Vater aus Niederschopfheim. Mein Mann und ich haben zwei tolle Kinder, 18 und 29 Jahre alt. Ich fühle mich mit unserer Region tief verwurzelt, da die Herkunftsfamilien meines Mannes und mir, seit sehr vielen Generationen hier leben.

Nach einigen Berufsjahren als medizinisch-kaufmännische Assistentin, war ich mit meinem Mann Wolfgang über 20 Jahre selbständig tätig. 1986 haben wir die „Weinstube Schreiner“ übernommen und zu einer Musik-Kneipe umgebaut, parallel dazu einen Lebensmittelgroßhandel gegründet und den familiären Kelterei-Betrieb weitergeführt.

Ökologische Lebensweise

Als junge Mutter fühlte ich mich verstärkt zu ökologischer Lebensweise hingezogen und habe aus dieser Überzeugung heraus einen Laden für umweltfreundliche Spiel- und Schreibwaren eröffnet. Doch in den 1990er Jahren war die Zeit dafür noch nicht reif. Aktuell arbeite ich im Biomarkt in Friesenheim, betreibe einen kleinen Büro-Schreibdienst und unsere Ferienwohnung.

Ich singe im katholischen Kirchenchor Friesenheim und bin für die Chor-Kasse verantwortlich. Auch tanze und lese ich sehr gerne, und ich liebe es, unsere Familiengeschichten zu erforschen und niederzuschreiben.

Meine Intention

Bei unseren Handlungen immer zu versuchen, so gut als möglich die daraus resultierenden Folgen zu bedenken, damit das, was sich daraus entwickeln könnte, in eine gute und gesunde Zukunft führt.

Elke Obenland: Grund und Boden lassen sich nicht vermehren!

Foto-Collage: Frau mit langen, braunen Haaren vor einem historischen Haus.

52 Jahre, Mediengestalterin und Imkerin.

2015 bin ich von Lahr nach Friesenheim gezogen. Schnell war ich begeistert davon was dieser Ort mit seinen Ortsteilen alles bietet.

Durch die Liebe zur Natur kam ich zu meinen landwirtschaftlichen Hobbies wie Hühnerhaltung, einem Acker den ich mit 2 Nachbarinnen bestelle und letzendlich zum Imkern. Die Nähe zu den Bienen hat meinen Blick für die empfindliche Symbiose von Natur und Umwelt geschärft.

Foto: natürliche Steilwand mit Löß, blühender Hecke und vielen Insekten-Wohn-Höhlen
Lößwand mit Öko-Insektenhotels, Foto: E. Obenland

Darum ist es dringend notwendig Wald und Grünflächen zu schützen. Feuchtwiesen, Streuobstwiesen, Hohlwege und Hecken müssen erhalten und wieder geschaffen werden. Ein schönes Beispiel für den Erhalt sind die Hohlwege. Bei einem Spaziergang zu den Weinbergen kann man an den Lösswänden beobachten wie gut besucht diese natürlichen Insektenhotels sind.

Eine intakte Natur vor der Haustür bedeutet Erholung, Wohn- und Lebensqualität.

Wir und die Gemeinde können viel für unsere direkte Umgebung tun. Die Begrünung vom neuen Ortskern wäre ein Anfang.

Meine Intention

Renaturierung ist teuer und oft nicht mehr möglich. Darum sollte bei allen Entscheidungen für die Gemeinde der Schutz der Umwelt berücksichtigt werden.


Dietmar Kairies: Ortschaftsverfassung abschaffen!

Foto-Collage: Mann mit Hut vor Dorf-Panorama
(c) Fotos & Bearbeitung: D. Kairies & O. Schuppler

Am 01.09.1951 wurde ich in Friesenheim geboren. Nach der achtjährigen Volksschule besuchte ich das Wirtschaftsgymnasium in Offenburg und machte dort mein Abitur.

In Freiburg und Tübingen studierte ich Germanistik und Politische Wissenschaften. Das Referendariat absolvierte ich an den Gymnasien in Pfullingen und Reutlingen. Danach habe ich über dreißig Jahre lang an den Gewerblichen Schulen Lahr die allgemeinbildenden Fächer unterrichtet.

1977 habe ich Magdalena Erb geheiratet, wir haben zwei Kinder. Ich bin Mitglied in einem Dutzend Friesenheimer Vereine.

Kurz nach unserer Rückkehr in die alte Heimat war ich Gründungsmitglied der Grünen Liste Umweltschutz (GLU) und gehöre nun schon seit 35 Jahren dem Gemeinderat Friesenheims an.

Eine junge Waldohreule

Meine Hobbies sind Radfahren, Reisen und Fotografieren, was sich oft wunderbar miteinander verbinden lässt.

Eine Libelle gerade der Larve entschlüpft

Meine Intention

Mein Spezialgebiet sind die Finanzen. Ich setzte mich in der Vergangenheit mit meinen Fraktionskolleg(inn)en immer für die Konsolidierung des Kernhaushaltes ein. Wir haben nicht nur die Verantwortung, für die künftigen Generationen zu sprechen, sondern entsprechend zu handeln, d.h. mit den knappen finanziellen Mitteln verantwortungsvoll umzugehen und den Kernhaushalt zu entschulden.

Foto: Star auf einem Granitblock sitzen
Ein Star im wahrsten Sinn des Wortes

Abschaffung der Ortschaftsverfassung?

Ein besonderes Anliegen war mir in der auslaufenden Legislaturperiode das Thema Ortschaftsrat Friesenheim bzw. die Abschaffung der Ortschaftsverfassung. Die Eingliederungsverträge in Zusammenhang mit der Gebietsreform Anfang der 70er Jahre werden in der nächsten Amtsperiode ein halbes Jahrhundert alt. Wäre es da nicht an der Zeit, die Ortschaftsverfassung aufzuheben?

Das hieße, dass die Ortschaftsräte in den vier Ortsteilen, Heiligenzell, Oberweier, Oberschopfheim und Schuttern, aufgelöst würden. Das muss nicht bedeuten, dass es dort keine Ansprechpartner mehr seitens der Verwaltung für Bürgerinnen und Bürger dieser Ortsteile gibt. Dafür bräuchte man aber nicht mehr in allen vier Ortsteilen ein eigenes Rathaus.

Wenn sich die Gemeinderäte aus den Ortsteilen wieder für den Fortbestand der Ortschaftsverfassung aussprechen sollten, wie sie es 2016 schon einmal getan haben, dann müssen sie auch dem Kernort einen eigenen Ortschaftsrat zugestehen. Nur so kann eine Gleichheit hergestellt werden, denn die Friesenheimer Gemeinderäte haben nicht immer die gleichen Rechte wie die in den Ortsteilen.

Rotkehlchen

Beispiel: Kommunaler Kindergarten

Als jüngstes Beispiel kann man das Thema Standort für einen kommunalen Kindergarten anführen. Diesen forderte die GLU übrigens schon vor 30 Jahren. Der Gesamtgemeinderat hat sich am 25. März 2019 mit knapper Mehrheit dafür entschieden, dass der kommunale Kindergarten im Hauptgebäude des ehemaligen Klosters Heiligenzell eingerichtet werden soll.

Danach reklamierte der Ortsvorsteher Heiligenzells zurecht, dass der Ortschaftsrat Heiligenzells dazu keine Stellung beziehen konnte. In wichtigen Angelegenheiten ist laut Eingliederungsvertrag der Ortschaftsrat zu hören, was in Friesenheim selbst nicht möglich wäre, da es (bisher) keinen Ortschaftsrat gibt. Das stellt für mich eine klare Benachteiligung dar.

Gewinner des Klimawandels – Bienenfresser in Friesenheim
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Rainer Erb: Ich fordere eine klimaneutrale Gemeinde

Foto-Collage: Mann mit kurzem, dunklem Haar links, im Hintergrund Historisches Rathaus Friesenheim

52 Jahre, Physiotherapeut und Imker

Meine Familie und ich wohnen im Ortskern von Friesenheim in einem Holz-/Lehmhaus, das wir unter ökologischen Gesichtspunkten errichtet haben.

Auf unserem Freizeitgelände unterhalten wir einen biologischen Gemüse- und Obstgarten. Dort haben wir auch Bienenvölker stehen.

Eine weitere Leidenschaft ist mein Beruf – die Physiotherapie.

Bei meiner Arbeit im Verein „Leben mit Behinderung Ortenau“ bin ich im Betriebsrat engagiert. Hier kann ich Erkenntnisse aus meinem ersten beruflichen Werdegang als Diplom-Betriebswirt VWA einbringen.

Ich liebe es, mich an der frischen Luft, in der Natur zu bewegen: Im Garten, beim Holzmachen im Wald, auf dem Fahrrad beim Pendeln zwischen den Arbeitsstätten.

Meine Intention

„Fridays for future“ geht uns alle an. Ich fordere eine klimaneutrale Gemeinde Friesenheim. Außerdem müssen Umweltgifte wie Glyphosat und Neonicotinoide vollständig verboten werden.

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Frauke Bandel – Ein Leben für Jugend und Solidarität

Foto-Collage, rechts Frau mit Brille und kurzen, silbernen Haaren, im Hintergrund Dorf-Panorama

Bis zur meiner Rente war ich in einem Jugendreferat der Diözese Rottenburg-Stuttgart als Verwaltungsangestellte tätig. Schwerpunkt Jugendleiterschulungen, Kinderfreizeiten und die ganze Verwaltung.

Seit 2011 wohnen wir in Friesenheim. Hier bin ich Mitglied im Netzwerk Solidarität und kümmere mich um geflüchteten Menschen. Zur Zeit betreue ich eine Familie aus Afghanistan.

Des Weiteren bin ich seit über 30 Jahren Mitglied bei der KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) und im TV Friesenheim.

Meine Intention

In den 7 Jahren, in denen ich hier wohne, hat der Verkehr erheblich zugenommen. Ich möchte mich für eine bessere Verkehrsinfrastruktur einsetzen, z. B. sichere Fahrradwege, Carsharing-Angebote, Bürgerbus usw.

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